Kosten einer Handwerkerstunde

In Deutschland hört man immer wieder, dass eine Handwerkerstunde zu teuer ist. Stimmt das wirklich? Die Kosten, die einem Handwerker entstehen und die somit in seine Rechnung einfliessen müssen, werden hier oft nicht gesehen. Schlüsselt man den Stundenberechnungssatz einer Handwerkerrechnung einmal genauer auf, wird deutlich, wie viele unterschiedliche Kostenfaktoren bei seriöser Berechnung berücksichtigt werden müssen!

Und so verteilen sich die Kosten im Einzelnen:

Stundenkosten

Gemeinkosten:

· Miete und sonstige Raumkosten
· Fahrzeugkosten
· Steuern, Versicherungen, Beiträge
· Rechts- und Beratungskosten
· Kalkulationskosten
· Reparaturen, Wartung
· Verwaltungskosten
· Zinsen
· Abschreibungen

Lohnzusatzkosten:

· Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung (Arbeitslosen-, Renten-, Unfall-, Kranken- und
  Pflegeversicherung)
· Weihnachtsgeld
· vermögenswirksame Leistungen
· bezahlte Urlaubstage
· bezahlte Krankheitstage
· bezahlte Feiertage

Ein Rechnungsbeispiel:

Berechnet ein Handwerker beispielsweise eine Arbeitsstunde mit 44,00 € (ohne Mehrwertsteuer, die der Kunde zusätzlich bezahlen muss), so sind davon etwa 13,00 € Stundenlohn, 11,44 € Lohnzusatzkosten und 17,34 € Gemeinkosten. Dem Betrieb verbleiben 2,20 € Gewinn.


Quelle: Handwerkskammer